Die Fraktion FDP/Unabhängige hat bereits deutlich gemacht, dass sie den Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.Volt zur Einschränkung des Rostocker Silvesterfeuerwerks ablehnt. Nun bestätigt auch die Stellungnahme der Verwaltung diese Einschätzung: Zwar wird empfohlen, dem Antrag zuzustimmen, gleichzeitig heißt es dort aber, dass die angestrebten Regelungen gar nicht durchsetzbar sind. Dazu äußert sich die Fraktionsvorsitzende der Fraktion FDP/Unabhängige, Julia Kristin Pittasch:
„Regeln, die man nicht kontrollieren kann, sind reine Symbolpolitik. Wer Freiheit einschränkt, ohne überhaupt die Möglichkeit zur Durchsetzung zu haben, handelt verantwortungslos. Man fragt sich, ob es hier um Naivität geht oder schlicht um die Lust, den Menschen Vorschriften zu machen.
Das Feuerwerk am Strand gehört für viele seit Kindheitstagen zur Rostocker Silvestertradition. Wer das pauschal verbieten will, verkennt den Charakter unserer Stadt. Natürlich kann man sensible Bereiche schützen, aber Verbotszonen in jedem Stadtteil sind weder umsetzbar noch kontrollierbar.
Dass ausgerechnet die grüne Umweltsenatorin Ute Fischer-Gäde dem Antrag ihrer Parteifreunde zustimmt, obwohl die Verwaltung selbst in der gleichen Stellungnahme auf die fehlenden Kontrollmöglichkeiten hinweist, zeigt, wie absurd dieser Vorstoß ist. Diese Doppelmoral zieht sich wie ein roter Faden durch grüne Politik: Verbotspolitik predigen, wohlwissend, dass sie in der Praxis ins Leere läuft. Rostock braucht keine neuen Verbote, sondern gesunden Menschenverstand und Rücksicht im Umgang miteinander.“
