Die Stadtverwaltung hat ein Haushaltssicherungskonzept vorgelegt, um den gesetzlichen Anforderungen in einer nachhaltigen Haushaltsschieflage nachzukommen. Dazu äußert sich die Fraktionsvorsitzende der Fraktion FDP/Unabhängige, Julia Kristin Pittasch:

Dass der erste Reflex einer Linken Oberbürgermeisterin nicht bei unbeliebten Einsparungen, sondern bei weiter steigenden Steuern und Abgaben für die Bürger liegt, kann ehrlicherweise niemanden wundern.

Die Rostocker Verwaltungsspitze ist offenbar immer noch nicht in der Realität angekommen. Anstatt die Situation klar und deutlich zu benennen, gibt sich die Oberbürgermeisterin beschwichtigend und betont, dass unter ihr nicht die Axt an die Wurzel des Gemeinwesens gelegt wird.

Aber wir haben kein Geld mehr. Und wenn man kein Geld mehr hat, bleibt einem nichts anderes übrig, als die Axt anzulegen. Wir müssen in den nächsten Jahren massiv sparen, ansonsten wird Rostock über Jahre jede eigenständige Handlungsfähigkeit verlieren. Es ist wichtig, den Menschen die Wahrheit zu sagen.

Aber natürlich ist es frech, dass nun sofort wieder über höhere Steuern und Abgaben nachgedacht wird. Welchem normalen Menschen soll ich denn erklären, dass die Stadt die Bewohnerparkgebühren um 500 Prozent erhöht, obwohl das Angebot kein bisschen besser wird. Das ist absurd. Statt Gebührenerhöhungen braucht es Einsparungen in der Verwaltung.“

Seit etlichen Monaten ist abzusehen, dass sich die Rostocker Haushaltslage ohne Aussicht auf Besserung verschärft. Die derzeitigen Planungen haben nichts mit finanzieller Nachhaltigkeit zu tun.