Reform mit Potenzial: Schlanker werden statt größer auftreten!

Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock will ihre bislang auf diverse Gesellschaften verteilten Aufgaben im Bereich Veranstaltungsmanagement bündeln. Die Fraktion FDP/Unabhängige begrüßt das Ziel, Doppelstrukturen abzubauen und langfristig Kosten zu senken. Zugleich fordert sie klareGrenzen für die wirtschaftliche Betätigung der neuen Gesellschaft. Dazu erklärt die Vorsitzende der Fraktion FDP/Unabhängige in der Rostocker Bürgerschaft, Julia Kristin Pittasch:

„Es ist richtig, dass Rostock seine Beteiligungsstrukturen endlich aufräumt. Es sind immer mehr Gesellschaften und Zuständigkeiten entstanden, die teilweise nebeneinander und manchmal sogar gegeneinander arbeiten. Wer Aufgaben bündelt, Führungsebenen reduziert und Prozesse vereinheitlicht, kann schneller entscheiden und Geld sparen.

Wir unterstützen deshalb die Zusammenlegung der Gesellschaften. Sie muss aber dazu führen, dass der kommunale Aufwand insgesamt sinkt. Aus mehreren Gesellschaften darf nicht einfach eine größere Struktur mit noch mehr Aufgaben, Personal und Eigenleben werden. Das Ziel muss weniger Doppelarbeit und weniger kommunaler Aufwand sein, nicht ein immer breiteres städtisches Geschäftsmodell.

Gerade im Veranstaltungsbereich gibt es viele leistungsfähige private Unternehmen. Die neu aufgestellte Gesellschaft sollte diese Betriebe einbeziehen und externe Aufträge vergeben, statt möglichst jede Leistung selbst anzubieten. Die Stadt muss organisieren und koordinieren, aber sie darf nicht selbst zum Konkurrenten der Veranstaltungswirtschaft werden.

Ob die Reform erfolgreich ist, entscheidet sich daran, ob die angekündigten Einsparungen tatsächlich erreicht und die Strukturen wirklich schlanker werden. Deshalb brauchen wir klare wirtschaftliche Ziele, transparente Zwischenberichte und eine konsequente Kontrolle durch die Bürgerschaft.

Wir wollen mehr Effizienz und weniger Reibungsverluste. Was wir nicht wollen, ist mehr kommunales Engagement durch die Hintertür. Bündeln heißt für uns besser organisieren, günstiger arbeiten und im besten Fall weniger selbst machen.“