Trotz klarer Ablehnung im Stadtentwicklungsausschuss plant die
Stadtverwaltung offenbar, auf dem Mühlendamm Tempo 30 bis zum
Weißen Kreuz anzuordnen. Die Fraktion FDP/Unabhängige hat eine Anfrage
gestellt, um die rechtlichen Grundlagen der Pläne zu prüfen. Auch weitere
Hauptverkehrsstraßen sind im Gespräch. Dazu erklärt Julia Kristin Pittasch,
Fraktionsvorsitzende der Fraktion FDP/Unabhängige:
„Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen wie dem Mühlendamm ist völlig
absurd. Rostock braucht fließenden Verkehr, keine künstlichen Blockaden.
Wer eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Stadt ausbremst, löst kein
Problem, sondern verschärft es nur: mehr Stau, mehr Abgase, mehr Frust.
Statt immer neue Einschränkungen zu erfinden und Blitzer aufzustellen,
sollten endlich moderne Lösungen auf den Tisch. Der CDU-Vorschlag einer
dynamischen Wechselspur könnte ein Ansatz sein, um den Verkehr je nach
Tageszeit zu steuern. Es gibt allerhand Möglichkeiten, aber Tempo 30 ist
definitiv keine Lösung für die Probleme.
Wer ernsthaft plant, auf nahezu allen wichtigen Verkehrsadern in dieser
Stadt Tempo-30-Zonen zu errichten, dem kann man nur Mutwilligkeit
unterstellen. Es ist nicht hinnehmbar, dass die Verwaltung auch auf der L22
Tempo 30 umsetzen will, ohne die Bürgerschaft einzubinden. Auch dazu
haben wir eine Anfrage gestellt. Solche Entscheidungen dürfen nicht hinter
verschlossenen Türen getroffen werden.
