Im Rahmen des EU-Projektes NXTLVL-Parking hat die Verwaltung ein Lastenfahrrad gekauft, das im SBZ Südstadt ausgeliehen werden kann. Die Fraktionsvorsitzende der Fraktion FDP/Unabhängige, Julia Kristin Pittasch, äußert sich dazu wie folgt:
„Stolz berichtet die Stadt, dass im Kontext des Projekts ‚NXTLVL-Parking‘ das Lastenfahrrad ‚LaRa‘ erworben wurde. Das Projekt hat eigentlich eine klare Zielsetzung: den Parkdruck bekämpfen, Parkkonzepte erarbeiten und den ruhenden Verkehr digitalisieren. Ein Lastenfahrrad kann nichts davon!
Es wird kein einziger Stellplatz geschaffen. Statt sinnvollen Maßnahmen, wie Quartiersgaragen oder P+R-Plätzen, kauft die Stadt ein einzelnes Lastenrad – Thema verfehlt. Ich bezweifle sehr stark, dass ein Handwerker sich morgens das eine kostenfreie Lastenrad nimmt, um dann mit seinem Werkzeug in die KTV zu radeln, weil er mit dem PKW dort keinen Parkplatz finden würde.
Die Stadt lässt keine Gelegenheit aus, um den PKW-Verkehr auf unseren Straßen nach und nach zum Erliegen zu bringen. Zusätzlich werden immer weiter Parkplätze abgebaut und die bestehenden kostenpflichtig gemacht oder verteuert.
Es ist ein blanker Hohn für alle, die sich täglich durch den Berufsverkehr quälen und irgendwo das Auto abstellen müssen, wenn die Anschaffung eines Lastenfahrrads wie der Gewinn der Championsleague gefeiert wird.
Außerdem muss mir mal jemand erklären, warum genau eine Kommune einen Lastenfahrrad-Verleih betreiben muss? Steuergeld für solche Experimente zu missbrauchen, ist völlig absurd.
Die Verwaltung sollte die Verkehrspolitik nicht zum Opfer ihrer eigenen Ideologie machen, sondern endlich die Perspektive der Rostockerinnen und Rostocker einnehmen.“
