Am heutigen Abend findet ein Treffen des „Rostock Business Club“ statt. Obwohl die Oberbürgermeisterin der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Frau Eva-Maria Kröger, zunächst ihre Teilnahme zugesagt hat, hat sie diese nun widerrufen, da der Hauptredner des Abends der Höffner-Chef Kurt Krieger ist. Dazu äußert sich die Fraktionsvorsitzende der Fraktion FDP/Unabhängige, Julia Kristin Pittasch:
„Die Wirtschaft braucht Gesprächspartner in der Politik und keine Gesinnungsprüfer. Eine Stadtspitze sollte alles dafür tun, Unternehmen an den Standort zu holen und mit ihnen im Gespräch zu bleiben. Wirtschaftspolitik funktioniert nicht nach dem Prinzip: Wer politisch nicht passt, mit dem wird eben nicht gesprochen.
Wenn die Oberbürgermeisterin keine Unternehmen am Standort Rostock möchte, soll sie das bitte einfach sagen. Dann müssen wir uns auch nicht mehr wundern, wenn Investitionen ausbleiben.
Der Austausch zwischen Politik und Wirtschaft darf keine Bühne für Symbolpolitik sein. Die Oberbürgermeisterin sendet mit dem Boykott das fatale Signal, dass ideologische Abgrenzung ihr offenbar wichtiger ist als der Wirtschaftsstandort Rostock.
Wie so oft zieht sich auch in diesem Fall das Verfahren schon über Jahrzehnte. Es geht um Millioneninvestitionen, Arbeitsplätze und die Zukunft von Menschen. Umso wichtiger wäre ein verlässlicher Dialog mit Unternehmen. Wer stattdessen demonstrativ fernbleibt, hilft dem Standort Rostock ganz sicher nicht.“