Die Rostocker Oberbürgermeisterin hat der Forderung der Bürgerschaft nach einer unverzüglichen externen Ausschreibung der Stelle der Hauptamtsleitung offiziell widersprochen. Dazu erklärt die Fraktionsvorsitzende der Fraktion FDP/Unabhängige, Julia Kristin Pittasch:
„Die Bürgerschaft hat sich sehr klar positioniert. Wir wollen, dass zentrale Führungsstellen offen ausgeschrieben und transparent besetzt werden. Genau das blockiert die Oberbürgermeisterin jetzt.
Natürlich kann sich Frau Kröger formal hinter irgendwelchen Paragrafen verstecken, um so den breit getragenen Willen der Rostocker Bürgerschaft zu ignorieren. Sie hätte das Votum aber auch einfach annehmen und im Sinne der Stadt handeln können. Statt die beste Lösung für Rostock zu suchen, wird auf Zuständigkeiten verwiesen und ein formaler Streit vom Zaun gebrochen.
In der Widerspruchsbegründung drängt sich der Eindruck auf, dass jetzt auf eine kommissarische Besetzung gesetzt werden soll, über die die Oberbürgermeisterin allein entscheiden kann. Das wäre nichts anderes als der Versuch, die Forderung nach Transparenz durch die Hintertür zu umgehen.
Es geht hier nicht um irgendeine Stelle. Die Hauptamtsleitung steuert die Verwaltung im Kern. Wer diese Position besetzt, entscheidet mit darüber, ob unsere Stadt funktioniert oder weiter im Verwaltungsstau stecken bleibt. Gerade deshalb braucht es ein offenes Verfahren, Wettbewerb und die Chance auf frische Impulse von außen.
Wir erwarten, dass die Oberbürgermeisterin ihre Blockadehaltung überdenkt und den Weg für ein transparentes Verfahren freimacht. Die Hauptamtsleitung ist nicht der richtige Ort für juristische Spielchen.““