Wohnraum statt Petz-App

Der Wohnungsmarkt in Rostock ist angespannt wie nie zuvor. Statt jedoch die eigentlichen Ursachen dieser Entwicklung anzugehen und den dringend notwendigen Wohnungsbau zu beschleunigen, setzt die Linke erneut auf Symbolpolitik. Mit dem Vorschlag einer kommunalen Mieten-Petz-App wird ein weiteres bürokratisches Instrument ins Spiel gebracht, das vom Kern des Problems ablenkt und keine einzige neue Wohnung schafft. Dazu äußert sich die Fraktionsvorsitzende der Fraktion FDP/Unabhängige, Julia Kristin Pittasch:

„Statt sich mit den tatsächlichen Ursachen des Wohnraummangels und den dadurch steigenden Mieten zu beschäftigen, schlägt die Linke nicht mal einen Monat nach Beschluss des städtischen Haushalts die Anschaffung einer kommunalen Mieten-Petz-App vor. Dass die Linke ein durch den Staat verursachtes Problem nun mit noch mehr Staat lösen will, ist nicht überraschend, zeigt aber ein wiederkehrendes Denkmuster. 

Dabei alle Vermieter pauschal in eine Ecke zu stellen, ist auch nicht neu und erntet sicherlich Applaus von den Klassenkampfbefürwortern. Mit der Realität hat das selbstverständlich nichts zu tun und schürt nur unnötig neuen Hass in einer sowieso schon angespannten gesamtgesellschaftlichen Lage.

Natürlich gibt es auch auf dem Mietmarkt schwarze Schafe, so wie überall im Leben. Der einzige Grund, warum das auf dem Rostocker Mietmarkt aber überhaupt möglich ist, ist das Versagen beim Wohnungsbau. In Rostock wird nichts mehr fertig. Wir planen teilweise jahrzehntelang an Bebauungsplänen umher und nichts geht voran.

Wenn der Geschäftsführer der WIRO sich regelmäßig in die Öffentlichkeit stellt und über die ewigen Wartezeiten bei Bauanträgen beschwert, dann ist das ein weiteres deutliches Zeichen. Nicht mal bei Bauprojekten des größten und sogar noch kommunal getragenen städtischen Vermieters funktionieren die Abläufe. Das ist doch absurd.

Dabei könnte es um die Mieten in Rostock so viel besser bestellt sein, wenn wir nur endlich schneller Wohnraum schaffen würden. Wie kann es zum Beispiel sein, dass wir Millionenprojekte mit etlichen Wohnungen wegen einzelner Bäume monatelang blockieren und so die Baukosten in die Höhe treiben? Wem soll man das denn erklären? Jede dieser Spielereien treibt die Mieten in die Höhe und die Linken machen bei jeder einzelnen mit.“